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title: Cannabis-Delikte sinken deutlich – strengere Regeln für Medizin-Cannabis geplant
canonical: https://420-hub.de/cannabis-delikte-sinken-deutlich-strengere-regeln-fuer-medizin-cannabis-geplant/
author: Provimedia GmbH
published: 2026-09-16
updated: 2026-09-16
language: de
category: News
description: Während Cannabis-Delikte seit der Teillegalisierung um rund 80 Prozent gesunken sind, plant Gesundheitsminister Linnemann strengere Regeln für medizinisches Cannabis.
source: Provimedia GmbH
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# Cannabis-Delikte sinken deutlich – strengere Regeln für Medizin-Cannabis geplant

> **Autor:** Provimedia GmbH | **Veröffentlicht:** 2026-09-16

**Zusammenfassung:** Während Cannabis-Delikte seit der Teillegalisierung um rund 80 Prozent gesunken sind, plant Gesundheitsminister Linnemann strengere Regeln für medizinisches Cannabis.

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Der Pressespiegel zeigt zwei gegenläufige Entwicklungen: Während Cannabis-Delikte seit der Teillegalisierung stark zurückgehen, wächst der politische Druck auf den Zugang zu medizinischem Cannabis. Neue Regeln für Arztkontakt, Versandhandel und Apotheken könnten Patientinnen und Patienten ebenso betreffen wie den boomenden Markt.

## Cannabis-Delikte seit 2023 um rund 80 Prozent gesunken

Die Zahl der Cannabis-Delikte in Deutschland ist von 2023 bis 2025 deutlich zurückgegangen. Das geht laut *krautinvest.de* aus dem „Bundeslagebild Rauschgiftkriminalität 2025“ des Bundeskriminalamts hervor.

2023 wurden 215.865 Cannabis-Delikte registriert. 2024 waren es 101.345 und 2025 noch 42.909. Damit lag die Zahl der Cannabis-Delikte 2025 im Vergleich mit dem letzten vollständigen Jahr vor dem Inkrafttreten des Cannabis-Gesetzes um 80 Prozent niedriger.

| Jahr | Cannabis-Delikte | 

| 2023 | 215.865 | 

| 2024 | 101.345 | 

| 2025 | 42.909 | 

Das Cannabis-Gesetz war am 1. April 2024 in Kraft getreten. Es entkriminalisierte den Konsum und Besitz von Cannabis bis zu bestimmten Mengen. Das BKA wertete für seinen Bericht insbesondere Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik aus und verwies darauf, dass sich das Inkrafttreten des KCanG bereits 2024 erheblich auf die statistische Entwicklung der Rauschgiftdelikte ausgewirkt habe.

Vor dem Inkrafttreten des KCanG entfielen laut Quelle teilweise mehr als 60 Prozent aller Rauschgiftdelikte auf Cannabis. Bei einem überwiegenden Teil der früheren Fälle handelte es sich um konsumnahe Delikte. 2025 betrafen von den 42.909 Cannabis-Delikten dagegen 25.093 den Handel und Schmuggel von Cannabis.

Im Zusammenhang mit Cannabisdelikten wurden insgesamt 34.037 Tatverdächtige registriert. Gleichzeitig stieg die sichergestellte Menge an Marihuana laut BKA deutlich: 2025 wurden 63,8 Tonnen sichergestellt, verglichen mit etwa 19,4 Tonnen im Jahr 2024.

Bei Rauschgift-Delikten ohne Cannabis fiel die Entwicklung weniger stark aus. Ihre Zahl sank 2025 gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent auf 122.082. Die Zahl der Tatverdächtigen stieg dagegen um 3,7 Prozent auf 90.832.

> „Menschen schützen. Opfern helfen. Gewalt verhindern. Organisierte Kriminalität bekämpfen.“

Mit diesen Aufgaben verband Natascha Barz, Vorständin von LEAP Deutschland und Polizeibeamtin, ihre Bewertung des Rückgangs der Cannabis-Delikte. Weniger Kriminalisierung von Menschen, von denen keine konkrete Gefahr ausgehe, könne Gerichte entlasten und der Polizei mehr Zeit für Fälle geben, in denen Menschen tatsächlich Hilfe benötigten.

**Zusammenfassung:** Die Cannabis-Delikte sanken laut BKA von 215.865 im Jahr 2023 auf 42.909 im Jahr 2025. Gleichzeitig verschob sich der Schwerpunkt der registrierten Fälle deutlich in Richtung Handel und Schmuggel.

## Linnemann fordert Ende des Online-Versands von medizinischem Cannabis

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann will die Abgabe von medizinischem Cannabis stärker regulieren. Nach Angaben von *ad-hoc-news.de* sollen Cannabisblüten künftig nur noch nach einem direkten Kontakt mit einem Arzt oder einer Ärztin verschrieben werden können.

Außerdem soll medizinisches Cannabis nicht mehr per Online-Versand erhältlich sein. Die Abgabe soll ausschließlich über Apotheken vor Ort erfolgen. Linnemann begründete seine Forderung mit einem stark wachsenden Markt und warnte vor einem Missbrauch des bisherigen Systems.

Beim Deutschen Apothekertag in München verwies der Minister auf Prognosen seines Ressorts. Demnach könnten die Importe von Medizinal-Cannabisblüten in diesem Jahr auf 300 Tonnen steigen. Dies wäre laut Quelle eine Verzehnfachung binnen drei Jahren.

Linnemann erklärte, ein solcher Anstieg habe in der Breite nichts mehr mit medizinischer Nutzung zu tun, sondern mit Drogenkonsum. Er sehe darin einen Missbrauch des Instruments „medizinisches Cannabis“ und wolle mit gesetzlichen Verschärfungen dagegen vorgehen.

Das schwarz-rote Kabinett hat laut Quelle bereits einen Gesetzentwurf beschlossen, der seit Ende des vergangenen Jahres im Bundestag beraten wird. Vorgesehen ist ein direkter Arztkontakt vor der Verschreibung von Cannabisblüten. Der Versandhandel soll beendet werden.

Nach der Legalisierung von Cannabis für Volljährige im Jahr 2024 wurde auch der Umgang mit medizinischem Cannabis neu geregelt. Cannabis gilt seitdem als verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das beispielsweise zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt werden kann.

Linnemann kritisierte, dass Cannabisblüten bislang über Internetseiten, häufig mit Sitz im Ausland, vergleichsweise einfach über Privatverschreibungen bezogen werden könnten. Er verwies zudem auf eine jüngst vorgelegte Studie, nach der Krankenhausaufnahmen mit Cannabis-spezifischen Diagnosen wie akuter Vergiftung oder Psychosen seit der Legalisierung deutlich zugenommen hätten.

Als mögliche Erklärung nannte die Studie laut Quelle einen erhöhten Konsum von medizinischem Cannabis mit einem höheren Anteil des berauschenden Wirkstoffs THC. Linnemann leitete daraus ab, dass die aktuelle Regulierung unerwünschte Nebenwirkungen haben könne. Der medizinisch begründete Einsatz solle jedoch nicht grundsätzlich infrage gestellt werden.

> „frischen Blick“, ökonomische Perspektive und „voller Prise Unbefangenheit“

Der frühere CDU-Generalsekretär sprach zur Eröffnung des Apothekertags bei einer seiner ersten großen Veranstaltungen im neuen Amt. Er ist laut Quelle seit sechs Wochen Gesundheitsminister und betonte, nicht zuvor über längere Zeit im Gesundheitsausschuss gearbeitet zu haben.

Neben den Cannabis-Regeln rückte Linnemann die wirtschaftliche Lage der Apotheken in den Mittelpunkt. Er kritisierte eine aus seiner Sicht bestehende Wettbewerbsverzerrung durch Arzneiversandhändler aus dem Ausland und kündigte an, sich für eine Beendigung solcher Vorteile einzusetzen.

Der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Thomas Preis, hatte zuvor auf Werbeangebote von Online-Händlern aufmerksam gemacht. Diese verzichteten demnach teilweise auf sonst übliche Zuzahlungen für verschreibungspflichtige Medikamente und verschafften sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber stationären Apotheken.

Für Apotheken kündigte Linnemann außerdem neue Vergütungsregeln an. Eine Verordnung zur Neuregelung der Apothekenvergütung sei unterzeichnet worden und solle in Kraft treten. Vorgesehen seien jährliche direkte Verhandlungen mit den gesetzlichen Krankenkassen über Anpassungen eines Fix-Bestandteils der Vergütung für verschreibungspflichtige Arzneimittel.

| Zeitpunkt | Fixbetrag pro Packung | 

| Bis zur Erhöhung | 8,35 Euro | 

| Zum 1. Juli | 9,00 Euro | 

| Zum 1. Januar 2027 geplant | 9,50 Euro | 

Der Fixbetrag wurde laut Quelle zum 1. Juli von 8,35 Euro pro Packung auf 9,00 Euro erhöht. Zum 1. Januar 2027 ist eine weitere Anhebung auf 9,50 Euro geplant.

Die geplanten Änderungen würden den Zugang zu medizinischem Cannabis für Patientinnen und Patienten stärker an eine persönliche ärztliche Untersuchung und die Abgabe in einer Apotheke vor Ort binden. Für digitale und ausländische Versandhändler könnten sich dadurch deutliche Einschränkungen ergeben.

**Zusammenfassung:** Carsten Linnemann will Online-Versand und Verschreibungen ohne direkten Arztkontakt beenden. Hintergrund sind laut Quelle die erwarteten Importe von 300 Tonnen, Hinweise auf eine Zunahme Cannabis-spezifischer Krankenhausaufnahmen sowie der Schutz der stationären Apotheken.

## Bericht über geplante strengere Regeln für medizinisches Cannabis

Auch die *Apotheken Umschau* berichtet über Pläne, Cannabis-Rezepte per Versand zu stoppen und Verschreibungen stärker an einen Arztkontakt zu binden. Der vorliegende Datensatz enthält zu diesem Beitrag jedoch keinen nutzbaren Artikeltext mit zusätzlichen Angaben.

Die Meldung bestätigt damit thematisch die im Pressespiegel berichtete politische Debatte über eine strengere Abgabe von medizinischem Cannabis. Weitere Zahlen, Daten oder Fakten werden aus dieser Quelle nicht übernommen.

**Zusammenfassung:** Die *Apotheken Umschau* greift die geplante Begrenzung von Versand und Verschreibung auf. Zusätzliche nutzbare Angaben liegen im bereitgestellten Quelltext nicht vor.

## Joyn berichtet über neue Regeln für medizinisches Cannabis

Joyn fasst in einem Beitrag unter dem Titel „:newstime - Neue Regeln für medizinisches Cannabis“ Pläne für eine erschwerte Abgabe von medizinischem Cannabis zusammen. Im Mittelpunkt steht die Aussage, dass Bundesgesundheitsministerin Warken strengere Regeln für die Abgabe plane.

Der Beitrag beschreibt medizinisches Cannabis als möglicherweise künftig deutlich schwerer erhältlich. Weitere Zahlen oder konkrete Einzelheiten zu den geplanten Regelungen enthält der bereitgestellte Quelltext nicht.

**Zusammenfassung:** Joyn berichtet über geplante strengere Abgaberegeln für medizinisches Cannabis und nennt Bundesgesundheitsministerin Warken als Initiatorin der Pläne.

## Einschätzung der Redaktion

Die Entwicklung spricht für eine wirksame Entlastung von Polizei und Justiz bei konsumnahen Cannabisdelikten. Der gleichzeitige Anstieg der sichergestellten Marihuanamenge und die hohe Zahl von Handels- und Schmuggeldelikten zeigen jedoch, dass sich die Strafverfolgung stärker auf organisierte Strukturen konzentrieren muss.

Strengere Regeln für medizinisches Cannabis sind grundsätzlich nachvollziehbar, wenn sie Missbrauch begrenzen sollen. Ein verpflichtender persönlicher Arztkontakt und der Ausschluss des Versandhandels dürfen jedoch nicht dazu führen, dass chronisch kranke Menschen unnötig belastet oder von einer verlässlichen Versorgung abgeschnitten werden. Entscheidend sind klare medizinische Kriterien, eine praxistaugliche Umsetzung und belastbare Nachweise für gesundheitliche Risiken.

**Kernaussage:** Die Entkriminalisierung scheint Ressourcen für wichtigere Deliktsfelder freizusetzen; bei medizinischem Cannabis braucht es gezielte Kontrolle statt pauschaler Zugangshürden.

Quellen:
- [Cannabis-Experte: „Es gibt keine sinnvolle Grundlage, Medizinalcannabis einzuschränken“](https://www.fr.de/frankfurt/cannabis-experte-es-gibt-keine-sinnvolle-grundlage-medizinalcannabis-einzuschraenken-94494081.html)
- [Linnemann dringt auf strengere Regeln für Medizin-Cannabis](https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_101436782/linnemann-dringt-auf-strengere-regeln-fuer-medizin-cannabis.html)
- [BKA: Cannabis-Delikte seit 2023 um rund 80 Prozent gesunken](https://krautinvest.de/bka-cannabis-delikte-seit-2023-um-rund-80-prozent-gesunken/)
- [Wahlcheck Berlin und Mecklenburg-Vorpommern: Wo die Parteien bei Cannabis stehen](https://www.hanf-magazin.com/politik/deutschland/wahlcheck-berlin-und-mecklenburg-vorpommern-wo-die-parteien-bei-cannabis-stehen/)
- [Kiffen verboten: Diese strengen Regeln gelten auf dem Oktoberfest](https://www.watson.de/leben/urlaub-freizeit/981042213-kiffen-verboten-diese-strengen-regeln-gelten-auf-dem-oktoberfest)
- [Medizinisches Cannabis: Linnemann fordert Ende von Online-Versand und strengere Verschreibung](https://www.ad-hoc-news.de/politik/medizinisches-cannabis-linnemann-fordert-ende-von-online-versand-und/70105908)
- [US-Repräsentantenhaus stimmt über Drogentest-Gesetz in Notaufnahmen ab](https://www.aktien.news/us-reprasentantenhaus-stimmt-uber-drogentest-gesetz-in-notaufnahmen-ab)
- [Gesundheit: Linnemann dringt auf strengere Regeln für Medizin-Cannabis](https://www.stern.de/politik/deutschland/gesundheit--linnemann-dringt-auf-strengere-regeln-fuer-medizin-cannabis-38257018.html)
- [Gewerkschaft ruft Wähler in Massachusetts zur Ablehnung von Cannabis-Aufhebung auf](https://www.aktien.news/gewerkschaft-ruft-wahler-in-massachusetts-zur-ablehnung-von-cannabis-aufhebung-auf)
- [Trump-PAC finanziert GOP-Wahlkampf mit Millionen aus Cannabis-Branche](https://www.aktien.news/trump-pac-finanziert-gop-wahlkampf-mit-millionen-aus-cannabis-branche)
- [Gesundheit: Linnemann dringt auf strengere Regeln für Medizin-Cannabis](https://www.tagesspiegel.de/politik/dpa-gesundheit-linnemann-dringt-auf-strengere-regeln-fur-medizin-cannabis-16056040.html)
- [Linnemann will Cannabis-Rezepte per Versand stoppen – nur noch mit Arztkontakt](https://www.apotheken-umschau.de/gesundheitspolitik/medizinisches-cannabis-linnemann-dringt-auf-strengere-regeln-1589555.html)
- [:newstime - Neue Regeln für medizinisches Cannabis](https://www.joyn.de/play/clip/neue-regeln-fuer-medizinisches-cannabis?utm_medium=referral&%3Butm_source=www.prosieben.de&%3Butm_campaign=joynlinkout_%3Anewstime&%3Butm_content=textlink_general_joyn&utm_source=news-time)
- [Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Gesundheitsminister](https://www.fr.de/meinung/kommentare/krankenkassen-zahlen-kein-cannabis-mehr-patienten-droht-rueckkehr-zu-opioiden-94493910.html)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [420-hub.de](https://420-hub.de/cannabis-delikte-sinken-deutlich-strengere-regeln-fuer-medizin-cannabis-geplant/)*
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