Cannabis in Deutschland: Genehmigungen, Straftaten-Rückgang und erste Ernten im Fokus

23.03.2025 29 mal gelesen 0 Kommentare

Vier Genehmigungen für Cannabis-Anbau in Hessen

In Hessen wurden vier Genehmigungen für den Anbau von Cannabis erteilt. Die Anträge stammen aus Frankfurt, dem Vogelsbergkreis und zweimal aus dem Landkreis Gießen. Insgesamt wurden 27 Anträge eingereicht, von denen drei zurückgezogen und zwei an andere Bundesländer übergeben wurden. Die Genehmigungen unterliegen strengen Auflagen, wie der Angabe der Mitgliederzahl, der Lage der Anbauflächen und der geplanten Produktionsmenge.

„Die durch die Einführung des Cannabisgesetzes intendierte positive Wirkung zur Eindämmung des Schwarzmarktes bleibt also mehr als zweifelhaft.“ – Regierungspräsidium Darmstadt

Zusammenfassung: Hessen hat vier Anbauvereinigungen für Cannabis genehmigt, jedoch bleibt die Eindämmung des Schwarzmarktes fraglich. (Quelle: STERN.de, WELT)

Rückgang der Cannabis-Straftaten in NRW

Die Teillegalisierung von Cannabis hat in Nordrhein-Westfalen zu einem Rückgang der Straftaten um 53,25 % geführt. 2024 wurden 21.777 Fälle registriert, im Vergleich zu 46.586 Fällen im Jahr 2023. Besonders Konsumdelikte sind stark zurückgegangen, da der Besitz von bis zu 25 Gramm Cannabis nun erlaubt ist. Allerdings wird kritisiert, dass Dealer diese Regelung ausnutzen könnten, indem sie kleinere Mengen transportieren, die nicht als Handelsdelikte nachweisbar sind.

  • 2023: 46.586 Fälle
  • 2024: 21.777 Fälle

Zusammenfassung: Die Straftaten im Zusammenhang mit Cannabis sind in NRW stark gesunken, jedoch gibt es Bedenken hinsichtlich der Nutzung der Regelungen durch Dealer. (Quelle: Süddeutsche Zeitung)

Amnestieregelung in Berlin: 180 Straferlasse

In Berlin wurden nach der Legalisierung von Cannabis 178 Strafen erlassen und 71 neu bestimmt. Insgesamt wurden 249 Verfahren überprüft, darunter auch ein Fall, der zur Entlassung aus der Strafhaft führte. Die Amnestieregelung betrifft laufende Ermittlungsverfahren und nicht vollstreckte Urteile. Dennoch wird das Gesetz von der Berliner Justiz als „untauglich“ kritisiert, da weder die Justiz entlastet noch der Schwarzmarkt eingedämmt wurde.

Zusammenfassung: Die Amnestieregelung führte in Berlin zu zahlreichen Überprüfungen, jedoch bleibt die Wirksamkeit des Gesetzes umstritten. (Quelle: Berliner Morgenpost)

Erste Ernte im Neusser Cannabis-Club

Der Neusser Cannabis Social Club hat seine erste Ernte an Mitglieder ausgegeben. Die Produktion erfolgte in nächtlicher Handarbeit, und die Qualität wird als zufriedenstellend beschrieben. Der Anbau fand bisher in einem Zelt statt, eine größere Halle soll in zwei Monaten genutzt werden. Mitglieder können bis zu 25 Gramm pro Tag erhalten, was den Schwarzmarkt unattraktiver machen soll.

Zusammenfassung: Der Neusser Cannabis-Club hat erfolgreich seine erste Ernte verteilt und plant eine Erweiterung der Anbaukapazitäten. (Quelle: Rheinische Post)

Quellen:

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