Cannabis-Legalisierung in der Kritik: Unfallzahlen in Brandenburg explodieren

21.02.2025 42 mal gelesen 0 Kommentare

Verkehrsunfallbilanz 2024: Cannabis und Straßenverkehr in Brandenburg

Die Verkehrsunfallbilanz 2024 für Brandenburg zeigt einen deutlichen Anstieg der Unfälle unter Cannabis-Einfluss. Laut tagesschau.de stieg die Zahl solcher Unfälle um 25 Prozent, von 96 im Jahr 2023 auf 120 im Jahr 2024. Innenministerin Katrin Lange (SPD) sieht einen Zusammenhang mit der Teil-Legalisierung von Cannabis, die seit April 2024 in Kraft ist. Besonders besorgniserregend ist, dass keine andere Unfallursache einen vergleichbaren Anstieg verzeichnete. Die Zahl der Verletzten stieg von 52 auf 61, während es 2024 keine Verkehrstoten gab, im Gegensatz zu zwei Todesfällen im Jahr 2023. Die Polizei hatte vor der Legalisierung gewarnt, und Kritiker sehen sich durch die Entwicklung bestätigt. Weitere Details finden sich auf tagesschau.de.

Auch rbb24 berichtet über die neuen Regelungen für Autofahrer, die nach der Cannabis-Freigabe eingeführt wurden. Der gesetzliche Grenzwert für THC im Blut liegt bei 3,5 Nanogramm pro Milliliter. Überschreitungen führen zu einem Bußgeld von 500 Euro und einem Monat Fahrverbot. Für Fahranfänger gilt eine Null-Toleranz-Regelung. Die Polizei kritisiert jedoch, dass die derzeitigen Tests nur den Konsum, nicht aber die Grenzwertüberschreitung nachweisen können. Mehr dazu auf rbb24.

Politische Debatte um Cannabis-Legalisierung

Die Cannabis-Legalisierung bleibt ein kontroverses Thema. Laut Jungle World hat die Teil-Legalisierung seit April 2024 den Besitz und Eigenanbau unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Von 528 Anträgen für Anbauvereinigungen wurden bisher nur 127 genehmigt. Die Diskussion um die Zukunft der Legalisierung wird durch die bevorstehende Bundestagswahl weiter angeheizt. Konservative Parteien wie CDU/CSU und AfD fordern eine Rücknahme der Legalisierung, während die ehemaligen Ampel-Parteien an der Reform festhalten. Weitere Informationen dazu bietet Jungle World.

Im Wahlprogramm-Check von BR24 wird deutlich, dass die Grünen und die Linke eine vollständige Legalisierung von Cannabis anstreben, einschließlich des Verkaufs in lizenzierten Fachgeschäften. Die SPD plant eine europarechtskonforme Legalisierung, während CDU/CSU und AfD die Teil-Legalisierung rückgängig machen wollen. Die Freien Wähler setzen auf einen regulierten Verkauf in Fachgeschäften, lehnen jedoch die Abgabe durch Anbauvereine ab. Mehr dazu auf BR24.

Forderungen nach strengeren Regelungen

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Brandenburg fordert eine Null-Toleranz-Strategie für Cannabis im Straßenverkehr. Laut Tagesspiegel kritisiert die GdP, dass der aktuelle THC-Grenzwert von 3,5 Nanogramm pro Milliliter eine trügerische Sicherheit suggeriere. Sie plädiert für ein rigoroses Verbot von berauschenden Mitteln am Steuer. Die Innenministerin Katrin Lange unterstützt diese Forderung und betont, dass die Legalisierung von Cannabis zu einer Zunahme der Unfälle geführt habe. Weitere Details finden sich im Tagesspiegel.

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