Inhaltsverzeichnis:
Die Auswirkungen der Cannabis-Legalisierung in Deutschland
Seit April 2024 ist Cannabis in Deutschland in begrenzten Mengen für Erwachsene legal. Laut einem Interview mit der Wissenschaftlerin Eva Hoch auf Spektrum.de hat die Legalisierung zu einem enormen Informationsbedarf geführt. Hoch, die das Institut für Therapieforschung in München leitet, betont, dass die Auswirkungen der Legalisierung noch nicht vollständig abzuschätzen sind, da aktuelle Studienergebnisse fehlen. In den USA und Kanada, wo Cannabis bereits länger legal ist, hat der Konsum bei Erwachsenen zugenommen, während er bei Jugendlichen stagniert oder sogar zurückgegangen ist. Hoch warnt jedoch vor einer Verharmlosung der Substanz, da Cannabis ein Abhängigkeitspotenzial birgt und bei Jugendlichen langfristige kognitive Schäden verursachen kann. (Quelle: Spektrum.de, Artikel: »Cannabis als Allheilmittel anzupreisen, ist gefährlich«)
Industrie bereitet sich auf mögliche Rückabwicklung der Legalisierung vor
Die Cannabis-Industrie in Deutschland steht vor einer ungewissen Zukunft, da die CDU angekündigt hat, die Legalisierung im Falle eines Wahlsiegs rückgängig zu machen. Ein Artikel der WELT beschreibt, wie Unternehmen bereits Strategien für den "Worst Case" entwickeln. Die Industrie befürchtet nicht nur wirtschaftliche Verluste, sondern auch negative Auswirkungen auf Patienten, die auf Cannabis als Medizin angewiesen sind. Zudem könnten Steuerzahler durch die Rückabwicklung belastet werden. Die Unsicherheit hat bereits jetzt Auswirkungen auf Investitionen und die Planung in der Branche. (Quelle: WELT, Artikel: »Ende der Legalisierung? Wie sich die Cannabis-Industrie für den Worst Case rüstet«)
Parteien uneins über die Zukunft der Cannabis-Legalisierung
Die Bundestagswahl 2025 könnte entscheidend für die Zukunft der Cannabis-Legalisierung in Deutschland sein. Laut einem Bericht der NOZ sind die Parteien in dieser Frage gespalten. Während die CDU und andere konservative Parteien die Legalisierung rückgängig machen wollen, setzen die Grünen und die FDP auf eine Fortführung und Ausweitung der aktuellen Regelungen. Die SPD zeigt sich in der Debatte zurückhaltend, während die AfD ein vollständiges Verbot fordert. Die Diskussion zeigt, wie kontrovers das Thema weiterhin bleibt und wie stark es die politische Landschaft beeinflusst. (Quelle: NOZ, Artikel: »Kiffen nach der Wahl wieder verboten? So stehen die Parteien dazu«)
Quellen:
- »Cannabis als Allheilmittel anzupreisen, ist gefährlich«
- Ende der Legalisierung? Wie sich die Cannabis-Industrie für den Worst Case rüstet
- Kiffen nach der Wahl wieder verboten? So stehen die Parteien dazu
- Experten raten: Kein Cannabis für Menschen unter 25 Jahren
- Richtervereinigung warnt vor Cannabis-Aus – Wie die Social Clubs in Baden-Württemberg reagieren
- DPolG Bayern: Mehr Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss 2024 - Folge der Cannabis-Legalisierung
- Cannabis-Unternehmer holt beschlagnahmte Ware ab: „Behördenversagen“
- „Absolut kein Schlaf für eine ganze Woche“
- In Mannheim sorgt Cannabis für politischen Streit: sind Autos schlimmer?
- Modellprojekt: Cannabis-Laden gerät in die Warteschleife
- Schkeuditzer Marihuana-Depot: Landgericht verurteilt mutmaßlichen Verwalter zu Haftstrafe
- Auch Waffen gefunden: Vier Männer wegen Drogenhandels festgenommen
- THC-Abbau im Blut - Wie lange muss gewartet werden, bis man wieder Auto fahren darf? - Strafverteidiger München