Cannabis-Legalisierung in Deutschland: Fortschritte, Herausforderungen und neue Regeln

20.03.2025 45 mal gelesen 0 Kommentare

Cannabis-Legalisierung: Was hat sich verändert?

Am 1. April 2024 trat in Deutschland ein Gesetz in Kraft, das den Konsum von Cannabis teilweise legalisierte. Laut der Berliner Morgenpost ziehen Ermittler aus Berlin eine erste Bilanz. Die Legalisierung hat dazu geführt, dass der Besitz von bis zu 25 Gramm Cannabis und der Anbau von bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf erlaubt sind. Dennoch bleibt der Schwarzmarkt ein Problem, da die ursprünglich geplanten Fachgeschäfte für den Verkauf von Cannabis noch nicht umgesetzt wurden.

„Die Legalisierung hat zwar den Eigenkonsum entkriminalisiert, aber der Schwarzmarkt bleibt weiterhin aktiv“, so ein Ermittler aus Berlin.

Zusammenfassung:

  • Besitz von bis zu 25 Gramm Cannabis legal
  • Anbau von bis zu drei Pflanzen erlaubt
  • Schwarzmarkt weiterhin aktiv

Neuer THC-Grenzwert für Autofahrer

Seit dem 22. August 2024 gilt ein neuer THC-Grenzwert von 3,5 Nanogramm pro Milliliter Blut für Autofahrer. Laut extratipp.com wird dieser Wert als vergleichbar mit der 0,5-Promille-Grenze für Alkohol angesehen. Fahranfänger und Fahrer unter 21 Jahren dürfen jedoch keinerlei THC im Blut haben. Verstöße werden mit Bußgeldern von bis zu 1000 Euro, Fahrverboten und Punkten in Flensburg geahndet.

Der ADAC betont, dass Cannabis-Konsum die Konzentration und Reaktionszeit beeinträchtigen kann und rät dringend davon ab, unter Einfluss von Cannabis ein Fahrzeug zu führen.

Zusammenfassung:

  • THC-Grenzwert: 3,5 ng/ml
  • Strengere Regeln für Fahranfänger
  • Bußgelder bis zu 1000 Euro

Großprojekt für Cannabis-Anbau gestoppt

Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass das Umweltministerium in Schwerin ein Großprojekt für den Cannabis-Anbau bei Anklam gestoppt hat. Die Deutsche Anbaugesellschaft plante, auf einem ehemaligen Militärgelände Cannabis für Anbauvereinigungen zu kultivieren. Das Ministerium argumentierte, dass solche kommerziellen Plantagen nicht mit dem Gesetzeszweck vereinbar seien, der auf nichtgewerblichen Eigenanbau abzielt.

Zusammenfassung:

  • Projekt für kommerziellen Anbau gestoppt
  • Fokus auf nichtgewerblichen Eigenanbau

Cannabis Social Clubs starten in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz haben die ersten Cannabis Social Clubs mit der Ausgabe von Cannabis begonnen, wie 1730live.de berichtet. Der Club „Rhoihesse e.V.“ in Wörrstadt hat bereits 200 Mitglieder und bietet bis zu 50 Gramm Cannabis pro Monat für 12 Euro pro Gramm an. Der Anbau erfolgt unter strengen Auflagen, einschließlich Laboranalysen zur Qualitätssicherung.

Zusammenfassung:

  • Erste Cannabis Social Clubs aktiv
  • Bis zu 50 Gramm pro Monat für Mitglieder
  • Strenge Qualitätskontrollen

Strafen für Cannabis-Delikte 2025

Nach der Gesetzesreform 2025 wurden die Strafen für Cannabis-Delikte verschärft, berichtet anwalt.de. Der Besitz über der erlaubten Menge kann mit bis zu zwei Jahren Haft geahndet werden. Der unlizenzierte Handel und die Abgabe an Minderjährige werden mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft. Ziel der Reform ist es, den Schwarzmarkt einzudämmen und den Jugendschutz zu stärken.

Zusammenfassung:

  • Besitz über der erlaubten Menge: bis zu 2 Jahre Haft
  • Unlizenzierter Handel: bis zu 5 Jahre Haft
  • Abgabe an Minderjährige: bis zu 10 Jahre Haft

Quellen:

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