Cannabis-Clubs im Fokus: Baden-Württemberg treibt Legalisierung voran trotz politischem Gegenwind

18.03.2025 30 mal gelesen 0 Kommentare

Landesbehörde prüft weiterhin Cannabis-Clubs

In Baden-Württemberg arbeitet das Regierungspräsidium Freiburg intensiv an der Prüfung von Anträgen für Cannabis-Anbauvereine. Laut Regierungspräsident Carsten Gabbert hat die Ankündigung der Union, die Legalisierung rückgängig zu machen, keine Auswirkungen auf die Arbeit der Behörde. Seit Juli 2024 wurden 91 Anträge eingereicht, von denen 13 genehmigt, zwei abgelehnt und vier zurückgezogen wurden. Die Clubs, die bis zu 500 Mitglieder umfassen können, benötigen eine behördliche Erlaubnis und unterliegen regelmäßigen Kontrollen. Gabbert betonte, dass die Beratung der Vereine dazu beiträgt, sowohl Sicherheits- als auch Suchtpräventionsinteressen zu wahren und den Schwarzmarkt einzudämmen. (Quelle: WELT, https://www.welt.de/regionales/baden-wuerttemberg/article255724132/Landesbehoerde-Pruefen-weiter-Cannabis-Clubs.html)

Münchner Suchtberater und Jugendliche zur Cannabis-Legalisierung

In München äußern sich Suchtberater und Jugendliche zur Legalisierung von Cannabis. Siegfried Gift, Suchtberater bei Condrobs, sieht die Entkriminalisierung als richtigen Schritt, da sie Schäden wie Führerscheinentzug oder Arbeitsplatzprobleme reduziert. Allerdings kritisiert er die fehlende Zulassung von Anbauvereinen in Bayern, die für mehr Aufklärung sorgen könnten. Jugendliche in München zeigen gemischte Reaktionen: Während einige die Legalisierung begrüßen, stören sich andere am vermehrten Cannabisgeruch in der Öffentlichkeit. Die Umsetzung des Gesetzes wird als "schwammig" empfunden, insbesondere in Bezug auf Jugendschutz und Autofahren. (Quelle: Abendzeitung, https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/so-denken-muenchner-und-suchtberater-ueber-das-drohende-cannabis-verbot-art-1044703)

Neuer THC-Grenzwert für Autofahrer

Seit dem 22. August 2024 gilt in Deutschland ein neuer THC-Grenzwert von 3,5 Nanogramm pro Milliliter Blutserum für Autofahrer. Dieser Wert soll eine unverhältnismäßige Sanktionierung von Cannabiskonsumenten verhindern, während die Verkehrssicherheit gewährleistet bleibt. Für Fahranfänger und Fahrer unter 21 Jahren gilt weiterhin ein absolutes Cannabis-Verbot. Der ADAC betont, dass Cannabis und Autofahren nicht vereinbar sind und fordert eine verstärkte Aufklärung über die Risiken. Zudem wird geprüft, ob alternative Messmethoden wie Speicheltests geeignet sind, um akute Beeinträchtigungen nachzuweisen. (Quelle: hna.de, https://www.hna.de/leben/auto/am-steuer-gilt-neuer-thc-grenzwert-was-jetzt-fuer-cannabis-zr-93622040.html)

Orales Cannabis gegen chronische Rückenschmerzen

Das Biopharmaunternehmen Vertanical präsentierte auf den Deutschen Palliativ- und Schmerztagen 2025 in Frankfurt den Cannabis-Vollextrakt VER-01. Dieser medizinische Extrakt, der in Dänemark hergestellt wird, zeigte in Phase-III-Studien mit 820 Patienten signifikante Verbesserungen bei Schmerzen, Schlafqualität und physischer Funktion. Der Extrakt soll eine Alternative zu Opioiden bieten, ohne das Risiko von Abhängigkeit oder Gewöhnung. Die Zulassung in Deutschland und Österreich wird für Juli 2025 erwartet, mit einer möglichen europaweiten Zulassung in den Folgejahren. (Quelle: DAZ.online, https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/news/artikel/2025/03/17/mit-oralem-cannabis-gegen-chronische-rueckenschmerzen)

Harte Strafen für Cannabis-Handel in Lörrach

Am Amtsgericht Lörrach wurden zwei Fälle von Cannabis-Handel verhandelt, die die strengen Strafen für den illegalen Handel verdeutlichen. Trotz der Legalisierung von Konsum und Besitz bleibt der Handel strafbar. In einem Fall wurde eine professionell betriebene Indoor-Plantage mit über 320 Pflanzen entdeckt. Die Angeklagten, die sich seit September 2024 in Untersuchungshaft befinden, sollen das Cannabis für den gewinnbringenden Verkauf angebaut haben. Neben den Pflanzen wurden umfangreiche Hilfsmittel zur Aufzucht sichergestellt. (Quelle: Badische Zeitung, https://www.badische-zeitung.de/der-handel-mit-cannabis-wird-hart-bestraft-wie-zwei-faelle-am-amtsgericht-loerrach-zeigen)

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