Cannabis-Clubs in der Pfalz: Legale Ernten, neue Ausgabestellen und Kampf gegen den Schwarzmarkt

16.03.2025 32 mal gelesen 0 Kommentare

Legale Cannabis-Clubs in der Pfalz ziehen Bilanz

Fast ein Jahr nach der Legalisierung von Cannabis in Deutschland ziehen die Cannabis-Clubs in der Pfalz eine erste Bilanz. Laut einem Bericht von SWR Aktuell gibt es mittlerweile vier genehmigte Anbauvereinigungen in der Region. Eine dieser Vereinigungen, die Cannabis-Anbaugemeinschaft Südwest in Harthausen, hat seit Dezember bereits vier Ernten eingefahren und bereitet sich auf die fünfte vor. Die Mitglieder können bis zu 50 Gramm Cannabis pro Monat erwerben, was ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Legalität vermittelt. Eine neue Ausgabestelle in Speyer, betrieben vom Cannabis-Social-Club Miami Hempire, wird am Sonntag eröffnet. Diese Vereinigung hat bereits 250 Mitglieder und plant, die maximale Mitgliederzahl von 500 zu erreichen. Der Preis von acht Euro pro Gramm soll den Schwarzmarkt, wo Cannabis zwischen 10 und 12 Euro kostet, unattraktiver machen. (Quelle: SWR Aktuell, swr.de)

Steigende Drogendelikte trotz Legalisierung in Höxter

Im Kreis Höxter zeigt sich, dass die Legalisierung von Cannabis nicht automatisch zu einem Rückgang von Drogendelikten führt. Laut der Neuen Westfälischen gab es 2024 einen der größten Drogenfunde in der Region. Trotz der Legalisierung bleibt der Schwarzmarkt aktiv, und auch andere Drogen wie Kokain und MDMA spielen weiterhin eine Rolle. Die Polizei steht vor der Herausforderung, den illegalen Handel einzudämmen, während legale Strukturen noch nicht vollständig etabliert sind. (Quelle: Neue Westfälische, nw.de)

SPD-Ministerin fordert Nachbesserungen am Cannabis-Gesetz

In Niedersachsen kritisiert Innenministerin Daniela Behrens das aktuelle Cannabis-Gesetz. Laut der Pharmazeutischen Zeitung decken die legalen Anbauvereine den Bedarf nicht, weshalb Cannabis weiterhin überwiegend auf dem Schwarzmarkt gekauft wird. Behrens fordert lizensierte Verkaufsstellen, stärkere Polizeibefugnisse gegen illegalen Handel und besseren Kinder- und Jugendschutz. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass die Zahl der Drogendelikte in Bezug auf Cannabis um mehr als 12.000 Fälle zurückgegangen ist. (Quelle: Pharmazeutische Zeitung, pharmazeutische-zeitung.de)

Finanzielle Notlage eines Cannabis-Unternehmers in Bayern

Der bekannte Hanf-Unternehmer Wenzel Cerveny steht vor großen finanziellen Problemen. Wie Merkur.de berichtet, benötigt er bis Ende März 120.000 Euro, um Mietschulden für seine „Natur Erlebniswelt“ in Aschheim zu begleichen. Die schleppende Legalisierung und bürokratische Hürden haben dazu geführt, dass sein Anbauverein „Chillout Club“ noch keine Lizenz erhalten hat. Von den rund 1.000 angemeldeten Mitgliedern zahlen derzeit nur etwa 100 den monatlichen Beitrag von 150 Euro. Cerveny hofft nun auf Spenden und Investoren, um die drohende Schließung abzuwenden. (Quelle: Merkur.de, merkur.de)

Illegale Cannabis-Plantage in Karlsruhe ausgehoben

In Karlsruhe hat die Polizei eine illegale Cannabis-Plantage mit rund 1.500 Pflanzen entdeckt. Laut den Badischen Neuesten Nachrichten wurden sieben mutmaßliche Drogendealer festgenommen, von denen vier in Untersuchungshaft sitzen. Die Verdächtigen sollen auch Kokain und große Mengen Cannabis aus dem Ausland bezogen und verkauft haben. Die Ermittler fanden bei Durchsuchungen weitere Cannabispflanzen und unversteuerte Zigaretten. Die Bande nutzte verschlüsselte Handys, um ihre Geschäfte zu organisieren. (Quelle: BNN - Badische Neueste Nachrichten, bnn.de)

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