Union will Cannabis-Legalisierung kippen: Rückschritt oder notwendige Korrektur?

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07.03.2025 615 mal gelesen 0 Kommentare
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Die Union will das Cannabis-Gesetz der Ampel zurücknehmen. Gesundheitspolitiker Tino Sorge nennt die Teil-Legalisierung einen „gefährlichen Irrweg“ und verweist auf mögliche steigende Psychose-Risiken in Kanada. Die SPD hält dagegen am Gesetz fest.
Eine Rückabwicklung hätte laut SPD weitreichende Folgen: Rund 4,5 Millionen Menschen könnten wieder kriminalisiert werden, zudem drohten hohe bürokratische und finanzielle Kosten. Gleichzeitig zeigt der private Anbau, wie stark sich seit der Legalisierung neue Märkte entwickeln. Ein Anbieter verkauft Indoor-Basis-Pakete für mehr als 2.600 Euro jährlich.
Ob Verbote den Konsum tatsächlich senken, ist allerdings umstritten. Eine Untersuchung der Europäischen Kommission kommt zu dem Ergebnis, dass Länder mit strenger Verbotspolitik ähnliche Konsumraten aufweisen wie liberalere Staaten. 2024 konsumierten etwa 15 Prozent der jungen Menschen in der EU Cannabis.
Klar ist: Im Straßenverkehr gelten strengere Kontrollen. Die Polizei nutzt neue Tests, der Grenzwert liegt bei 3,5 Nanogramm THC pro Milliliter Blut. Bei einer Kontrolle in Bad Boll wurden 15 von 65 Fahrern auffällig.
Die Debatte bleibt damit zwischen Gesundheitsschutz, Entkriminalisierung und Verkehrssicherheit angesiedelt. Während politisch über die Zukunft des Gesetzes gestritten wird, zeigen Fälle wie ein mutmaßlicher Schmuggel mit 18 Kilogramm Cannabis am Frankfurter Flughafen, dass der Schwarzmarkt weiterhin eine Rolle spielt.

Union fordert Rücknahme des Cannabis-Gesetzes

Die Union hat angekündigt, das Cannabis-Gesetz der Ampel-Koalition rückgängig machen zu wollen. Laut Tino Sorge, gesundheitspolitischer Sprecher der Unionsfraktion, sei das Gesetz ein "gefährlicher Irrweg". Er verweist auf Studien aus Kanada, die einen Anstieg von Psychosen nach der Legalisierung von Cannabis belegen. Die SPD hingegen hält an der Teil-Legalisierung fest und warnt vor den Konsequenzen einer Rückabwicklung, die 4,5 Millionen Menschen kriminalisieren und hohe Kosten verursachen würde. Quelle: Rheinische Post (https://rp-online.de/politik/deutschland/sondierungen-wie-geht-es-mit-dem-cannabis-gesetz-weiter_aid-124567679)

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Privater Cannabis-Anbau boomt

Die Legalisierung von Cannabis hat neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnet, wie das Beispiel von Stefan Volk-Preißler zeigt. Der Hobbygärtner betreibt einen Shop für den privaten Cannabis-Anbau in Ebersberg. Mit einem Basis-Paket für 2.629 Euro jährlich bietet er alles, was für die Indoor-Zucht benötigt wird. Volk-Preißler warnt jedoch, dass der Anbau kein günstiges Hobby sei, sieht aber großes Potenzial in der Branche. Quelle: Merkur.de (https://www.merkur.de/lokales/ebersberg/ebersberg-ort28611/privater-cannabis-anbau-gruenes-gold-aus-dem-wohnzimmer-93611372.html)

Studie: Cannabisverbote beeinflussen Konsum kaum

Eine Untersuchung der Europäischen Kommission zeigt, dass die Gesetzeslage in einem Land kaum Einfluss auf den Cannabiskonsum hat. Länder mit strikter Verbotspolitik wie Frankreich weisen ähnliche Konsumraten auf wie liberalere Staaten wie Spanien. Im Jahr 2024 konsumierten etwa 15 Prozent der jungen Menschen in der EU Cannabis. Die Daten legen nahe, dass Verbote nicht effektiv sind, um den Konsum zu reduzieren. Quelle: Hanf Magazin (https://www.hanf-magazin.com/allgemeines-zum-thema-hanf/gesellschaft-soziales/cannabisverbote-haben-nur-wenig-einfluss-auf-den-konsum/)

Neue THC-Tests im Straßenverkehr

Seit der Legalisierung von Cannabis im Februar 2024 setzt die Polizei auf neue Tests, um den THC-Wert im Blut von Autofahrern präziser zu ermitteln. Der Grenzwert liegt bei 3,5 Nanogramm pro Milliliter Blut, was einer Fahruntüchtigkeit von etwa 0,2 Promille Alkohol entspricht. Bei einer Kontrolle in Bad Boll wurden 15 von 65 Fahrern auffällig. Quelle: SWR Aktuell (https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/thc-wert-polizei-kontrolle-neuer-cannabis-test-bad-boll-autofahrer-verkehr-100.html)

Flughafen Frankfurt: Drogenschmuggler erwischt

Am Flughafen Frankfurt wurde ein Mann mit 18 Kilogramm Cannabis im Gepäck festgenommen. Die Beamten entdeckten die Drogen bei einer Routinekontrolle. Der mutmaßliche Schmuggler muss sich nun vor Gericht verantworten. Quelle: t-online.de (https://www.t-online.de/region/frankfurt-am-main/id_100624596/flughafen-frankfurt-mann-mit-18-kilogramm-cannabis-im-gepaeck-erwischt.html)

Quellen:

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